Facebook: Kältebus ist unterwegs

Seit einigen Tagen sieht man auf Facebook immer wieder eine Nachricht mit einer Telefonnummer, bei der man anrufen kann wenn man obdachlose Menschen nachts in der Kälte auf den Straßen liegen sieht. Bei der aktuellen arktischen Kälte ist es auf jeden Fall sehr sehr lobenswert, dass es auch Menschen gibt die sich bei der Kälte um Menschen ohne ein eigenes Heim kümmern und auf alle Fälle dafür sorgen, das niemanden zu kalt wird. Nicht nur in Deutschland leiden wir aktuell unter so einer massiven Kälte sondern auch in ganz Europa und vor allem in Russland leiden viele Menschen unter dem eisigen Wetter, vor allem die den Abend nicht vor einem warmen Kamin verbringen können.

Die Kältebusse sind ganz normale Omnibusse die durch die Stadt fahren und nach Menschen ausschalten halten, die die Nacht draußen verbringen müssen. Das ist bei solchen Temperaturen wie wir Sie aktuell haben lebensgefährlich. Dafür wurde eine Telefonnummer eingerichtet, unter dem man sich als normaler Passant melden kann, wenn man Menschen draußen sieht, bei denen man erkennt das dort eine Gefahr besteht, wenn die diese Nacht im Freien verbringen, weil es einfach viel zu kalt ist.

So heißt es in einer Facebook-Nachricht zum Beispiel:

ES IST TÖDLICH KALT!!! wer abends / nachts Obdachlose auf der Straße in Hamburg schlafen sieht, kann den MITTERNACHTSBUS anrufen: Telefon ##TELNR##. Dann kommt der Kältebus vorbei, um sie vor dem Kältetod zu bewahren!!!! bitte weiter verbreiten !!

Grundsätzlich ist es eine gute Idee die Leute darüber zu informieren und vor allem die Menschen aufmerksam zu machen, abends die Ausschau nach Menschen zu halten, die bei der Kälte Hilfe benötigen. Doch es gibt nach unserem Wissen keinen Kältebus. Viel mehr sind es Omnibusse die feste Routen abfahren und sich da um die Menschen kümmern. Die in den Facebook-Nachrichten angegebenen Nummern sind oft Nummern von Mitarbeitern aus der Diakonie, die das Projekt koordinieren. Es wird hier aktuell und wahrscheinlich auch nie einen Abholservice geben. Eventuell wird es das in Zukunft geben, darüber sollte man sich dann aber direkt bei der Diakonie oder anderen Vereinen informieren.

Die oben genannte Nachricht wird natürlich nicht nur für die Stadt Hamburg verteilt, sondern auch für Kältebusse in anderen Städten wie Berlin, Köln, Hannover, München und viele mehr.

Sollte es bereits eine Hilfe-Hotline geben, würden wir uns freuen, wenn Sie uns darüber per E-Mail informieren.

Da die Nummer jetzt rausgegeben wurde rufen natürlich viele Menschen bei der Nummer an. Aufgrund der Masse an anrufen laden diese Teilweise im Nirvana des Anrufbeantworterspeichers und man hat im Prinzip demjenigen nicht geholfen, auch wenn man es zuerst denkt. Vielmehr sollte man in so einem Fall andere Organisationen oder Helfer anrufen, um den Menschen aus der Kälte und teilweise sogar aus der Lebensgefahr zu holen.

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